Das US-Finanzministerium hat 90 Tage Zeit, um die Bitcoin-Reserven zu bewerten.
- Gesetzentwurf fordert Studie über strategische Bitcoin-Reserve
- Bericht soll digitale Verwahrungs- und Sicherheitsmodelle detailliert darstellen
- Trump hatte die Idee bereits per Executive Order angestoßen
Der US-Kongress hat dem Finanzministerium eine Frist von 90 Tagen gesetzt, um einen detaillierten Bericht über die Machbarkeit der Schaffung einer strategischen Bitcoin-Reserve vorzulegen. Diese Anforderung ist im Gesetzentwurf HR1566 enthalten, der die Mittelzuweisungen für Finanzdienstleistungen und Regierungsoperationen bis September 2026 regelt.
Der Vorschlag weist das Finanzministerium an, zu analysieren, wie eine Bitcoin-Reserve und ein breiterer Bestand an digitalen Vermögenswerten strukturiert werden könnten. Zentrale Punkte sind die Auswirkungen auf den Forfeiture Fund – der derzeit von Bundesbehörden beschlagnahmte Vermögenswerte hält – und wie diese digitalen Vermögenswerte in der Bilanz der Regierung erfasst würden.
Das Gesetz unterstreicht zudem die Notwendigkeit von Transparenz in Bezug auf Verwahrungspartner, Cybersicherheit und die rechtliche Befugnis zur Aufbewahrung und Übertragung von Kryptowährungen. Die Behörden müssen Verwahrungsmodelle, Sicherheitsprotokolle vorstellen und potenzielle Drittanbieter identifizieren, die in der Lage sind, die Verwahrung im Auftrag der Bundesregierung zu übernehmen.
Diese Details sollen sicherstellen, dass digitale Reserven zuverlässig sind und gegen operationelle Risiken sowie Cyberangriffe geschützt werden. Der Bericht muss innerhalb von 90 Tagen nach Verabschiedung des Gesetzes den Hauptausschüssen des Senats und des Repräsentantenhauses vorgelegt werden, was die Dringlichkeit der Debatte über die Einführung von Bitcoin-Reserven unterstreicht.
HR 1566 steht im Zusammenhang mit früheren Initiativen, die darauf abzielen, eine digitale Reservestrategie in den Vereinigten Staaten zu formalisieren. Anfang 2025 erließ Präsident Donald Trump eine Executive Order, die die Schaffung einer Bitcoin-Reserve vorschlug – eine Maßnahme, die bei Gesetzgebern und dem Kryptomarkt großes Interesse weckte.
Trotz der Fortschritte gibt es noch keinen festgelegten Zeitplan für die Umsetzung. Die fehlende Klarheit bezüglich der offiziellen Politik zu digitalen Reserven schürt Unsicherheit im Sektor, der jeden regulatorischen Schritt genau verfolgt.
Gesetzgeber wie Senatorin Cynthia Lummis haben bereits für spezifische Gesetzgebung plädiert, darunter den sogenannten BITCOIN Act, der auf die strategische Akkumulation der Kryptowährung abzielt. Diese Vorschläge sind jedoch weiterhin im Kongress blockiert, sodass die Zukunft der strategischen Bitcoin-Reserve in den USA ungewiss bleibt.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Novo Nordisk (NVO.US) wirft eine Pipeline-Blue-Print im Wert von 23 Milliarden Dollar vor, doch der Markt kauft nicht! Investoren fragen: "Wie kann man gegen den Wind wenden?"
Nachdem Novo Nordisk im Markt für Adipositas von Eli Lilly überholt wurde, konnte das Unternehmen CEO Mike Doustdal keinen konkreten Plan zur Rückkehr in die Gewinnzone präsentieren, was Investoren enttäuschte. Das Unternehmen versprach, in den kommenden Jahren mehr als fünf Blockbuster-Medikamente auf den Markt zu bringen und einen zusätzlichen Umsatz von über 23 Milliarden US-Dollar zu erzielen, jedoch fehlten bei der Pressekonferenz Details darüber, wie das Wachstum gefördert werden soll.

Vier Raketenstarts in 25 Tagen in Sicht! Rocket Lab (RKLB.US) beschleunigt Raketenstarts, um die ehrgeizigen Pläne für „Weltraum-AI-Infrastruktur“ voranzutreiben.
Nach einem weiteren erfolgreichen Einsatz steht die 97. Electron-Rakete von Rocket Lab nun auf der Startrampe. Dieser Flug wird Rocket Labs vierter Start innerhalb von 25 Tagen sein und gleichzeitig die 18. Mission im Jahr 2026.
Das "Schuldenloch" hinter dem rasanten Wachstum der KI: In den nächsten fünf Jahren könnten 1,2 Billionen US-Dollar externe Finanzierung benötigt werden.
Das rasante Wachstum von KI schafft ein beispielloses „Schuldenloch“: laut Berechnungen von Bank of America werden die gesamten Investitionsausgaben für den Bau von KI-Rechenzentren zwischen 2025 und 2030 bis zu 5 Billionen US-Dollar erreichen. Allein der externe Finanzierungsbedarf der führenden Cloud-Konzerne liegt bei 1,2 bis 1,5 Billionen US-Dollar. Bei Amazon und Meta ist der freie Cashflow bereits knapp; Nvidia und Broadcom übernehmen stillschweigend die Rolle "impliziter Bürgen". Ein kapitalintensives Glücksspiel, das die globalen Kreditmärkte neu gestaltet, hat bereits begonnen.
