Wer bewegt die globalen Märkte? Analyse des doppelten Einbruchs von Kryptowährungen und Aktien unter Trumps neuer Zollpolitik
Autor: Spicy Rich
Übersetzung: TechFlow
Originaltitel: Trump Handelskrieg erneut entfacht – Makroökonomische Analyse hinter dem gleichzeitigen Einbruch von Krypto und Aktien
Warum sind heute die Aktienmärkte und Kryptowährungen eingebrochen? – Bitcoin, Dow Jones Index, S&P 500 Index und Nasdaq Index sind abgestürzt.
Der schlimmste Tag seit April.
Hier sind die Hauptgründe für die aktuellen Marktturbulenzen.
Hauptauslöser
US-Präsident Trump veröffentlichte auf der Social-Media-Plattform Truth Social einen Beitrag, in dem er mögliche „massive“ neue Zölle auf Waren aus China ankündigte.
Zuerst dachte ich, das alles sei vorbei.
Wir wissen alle: Zölle = Einbruch an den Aktien- und Kryptomärkten.
Doch leider ist das alles noch nicht vorbei.
Zölle sind wie eine zusätzliche Steuer auf importierte Waren, was die Kosten für amerikanische Verbraucher beim Kauf von Produkten erhöht.
Trump erklärte, dass diese Zölle bis zu 60 % betragen könnten, bei bestimmten Waren sogar bis zu 100 %. Er erwähnte außerdem, dass ein Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping möglicherweise abgesagt wird.
Diese Nachricht erschreckte die Investoren, da sie wie der Beginn eines weiteren großen Handelskriegs zwischen den USA und China klingt.


Warum sagt Trump das?
Dies ist eine Reaktion auf Maßnahmen Chinas.
China hat neue Vorschriften erlassen, die den Export seltener Erden einschränken – diese seltenen Mineralien sind wichtige Materialien für die Herstellung von Technologieprodukten wie Computerchips, Batterien für Elektrofahrzeuge und sogar Waffen.
Außerdem erhebt China seit dem 14. Oktober Gebühren für US-Schiffe, die in chinesischen Häfen anlegen, hat ein Kartellverfahren gegen Qualcomm eingeleitet und den Kauf von US-Sojabohnen eingestellt.
Diese Maßnahmen lassen US-Unternehmen befürchten, dass ihre Lieferketten beeinträchtigt werden könnten.
Viele US-Technologieunternehmen sind auf chinesische Komponenten angewiesen, um Produkte wie Smartphones, Computer und Elektrofahrzeuge herzustellen.
Wenn seltene Erden schwerer zu beschaffen sind, verlangsamt sich die Produktion, die Kosten steigen und Innovationen werden gebremst.
Das verunsichert Investoren hinsichtlich künftiger Gewinne, weshalb sie Aktien dieser Branchen abstoßen.
Breitere wirtschaftliche Auswirkungen
Zölle könnten zu Inflation führen – da Unternehmen die zusätzlichen Kosten an die Verbraucher weitergeben und so die Preise steigen.
Wenn der Handel schrumpft, stellen Unternehmen weniger ein oder investieren weniger, was das Wirtschaftswachstum bremsen könnte.
Im schlimmsten Fall könnte eine Eskalation zu einer Rezession führen.

Ein weiterer Einflussfaktor
Der Shutdown der US-Regierung dauert nun schon den 10. Tag an, was die Unsicherheit weiter erhöht.
Ohne Finanzierung müssen wichtige Dienstleistungen eingestellt werden und wichtige Wirtschaftsdaten (wie der Arbeitsmarktbericht) werden verspätet veröffentlicht.
Das erschwert es Investoren und der Federal Reserve, fundierte Entscheidungen zu treffen, und verschärft die allgemeine Besorgnis.

Warum ist der Einbruch diesmal besonders heftig?
Die Handelsmechanismen spielen dabei eine Rolle.
Bei schlechten Nachrichten beginnen automatisierte Handelssysteme und große Investoren schnell mit dem Verkauf.
Dies löst „Stop-Loss-Orders“ aus – automatische Verkaufsaufträge zur Begrenzung von Verlusten – was eine Kettenreaktion auslöst und den Markteinbruch verstärkt.
Leerverkäufe nehmen zu, Algorithmen lösen Stop-Loss-Orders aus, und das Auslaufen von Optionen verschärft den Abwärtstrend weiter.
Die Konzentration auf Technologiewerte wird schnell aufgelöst – das ist eine typische Momentum-Umkehr, die nach einem Marktboom nach den Wahlen auftritt.

Wie geht es weiter?
Dies könnte eine Verhandlungstaktik vor Gesprächen der Staatschefs sein.
Wenn das Problem gelöst wird, könnten die Märkte sich erholen.
Wenn die Spannungen jedoch anhalten, ist mit anhaltender Volatilität zu rechnen, steigende Kosten werden alle betreffen und das globale Wirtschaftswachstum belasten.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
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