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Krypto: Wichtige Verhandlungen im Senat laufen trotz Shutdown weiter

Krypto: Wichtige Verhandlungen im Senat laufen trotz Shutdown weiter

CointribuneCointribune2025/10/31 22:53
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Von:Cointribune
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Trotz der Lähmung der Bundesregierung halten republikanische Gesetzgeber an ihrem ehrgeizigen Krypto-Zeitplan fest. Mehrere wichtige Senatoren sagen, dass sie noch vor Jahresende ein bahnbrechendes Gesetz zu digitalen Vermögenswerten verabschieden wollen. Aber wird dieses Versprechen angesichts der Haushaltsblockade in Washington Bestand haben?

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Kurz gefasst

  • Republikanische Senatoren planen, trotz des Shutdowns bis Ende 2025 ein Gesetz zur Struktur des Kryptomarktes zu verabschieden.
  • John Boozman verhandelt mit den Demokraten über ein parteiübergreifendes Gesetz; eine Einigung könnte in wenigen Wochen bekannt gegeben werden.
  • Der im Juli im Repräsentantenhaus verabschiedete CLARITY Act dient als Grundlage für den Responsible Financial Innovation Act des Senats.
  • Brian Armstrong von Coinbase bestätigte, dass der Senat sich bei 90% der kryptobezogenen Punkte einig ist.

Der US-Senat beschleunigt bei Kryptos trotz Haushaltschaos

Mehrere republikanische Senatoren lassen sich von der Haushaltsblockade nicht von ihren regulatorischen Ambitionen abhalten. 

John Boozman, Vorsitzender des Landwirtschaftsausschusses des Senats, intensiviert die Verhandlungen mit seinen demokratischen Kollegen, um „sehr bald“ ein parteiübergreifendes Gesetz vorzulegen. Sein Ziel bleibt unverändert: Diese Gesetzgebung soll noch vor 2026 verabschiedet werden.

Diese Entschlossenheit erklärt sich durch eine unerbittliche politische Realität. Wie Senator Thom Tillis betont, bleibt das Zeitfenster spätestens bis Februar 2026 geöffnet. 

Nach dieser Frist werden die Zwischenwahlen den Kongress in eine Wahlkampfarena verwandeln, in der jeder Konsens nahezu unmöglich wird. Die Gesetzgeber wissen: Jetzt oder nie.

Auch der Bankenausschuss des Senats hat vielversprechende parteiübergreifende Gespräche begonnen. Quellen aus dem Umfeld berichten von einer möglichen Einigung in wenigen Wochen. 

Diese Dynamik steht im starken Kontrast zur administrativen Lähmung in anderen Sektoren, in denen seit Anfang Oktober Tausende Bundesangestellte zwangsbeurlaubt sind.

Der ursprüngliche Zeitplan sah eine Prüfung durch den Landwirtschaftsausschuss Ende September und durch den Bankenausschuss Ende Oktober vor. Während die erste Frist nicht eingehalten wurde, bleiben die Republikaner auf Kurs. 

Cynthia Lummis, Senatorin aus Wyoming und führende Persönlichkeit im Kryptobereich, ist weiterhin überzeugt, dass Präsident Trump das Gesetz noch vor 2026 unterzeichnen kann.

Brian Armstrong belebt die Gesetzgebungsmaschine

Der Besuch des Coinbase-CEOs in Washington in der vergangenen Woche markierte einen Wendepunkt. Brian Armstrong traf mehrere Gesetzgeber und zog eine ermutigende Bilanz: Der Senat hat bei etwa 90% der kryptobezogenen Themen einen gemeinsamen Nenner gefunden. Diese unerwartete Annäherung verleiht dem Gesetzgebungsprozess neuen Schwung.

Der Responsible Financial Innovation Act, der von Republikanern im Senat unterstützt wird, baut direkt auf dem im Juli vom Repräsentantenhaus verabschiedeten CLARITY Act auf. Diese Gesetzgebungsstrategie zielt darauf ab, einen kohärenten Rahmen für die Struktur des Marktes für digitale Vermögenswerte zu schaffen. Die Parteiführer hatten versprochen, auf den Grundlagen ihrer Kollegen im Repräsentantenhaus aufzubauen – ein Versprechen, das sie offenbar entschlossen sind zu halten.

Der Schwung bleibt jedoch fragil. Der Shutdown erschwert alles, insbesondere die Entscheidungen der SEC zu Krypto-ETFs. Die Behörde arbeitet weiterhin mit reduziertem Personal und musste die Prüfung mehrerer Anträge verschieben, obwohl die Litecoin (LTC) und Hedera (HBAR) ETFs inzwischen an der NYSE gestartet wurden. Was Michael Selig betrifft, der von Donald Trump zum Leiter der CFTC ernannt wurde, so ist er vom Senat noch nicht bestätigt worden, seine Anhörung steht noch aus.

Trotz dieser Hindernisse bleibt die Kryptoindustrie hoffnungsvoll. Der für den 22. Oktober angekündigte Roundtable fand tatsächlich statt und brachte Führungskräfte von Kraken, Coinbase, Ripple und Circle zusammen, um den Dialog zwischen Gesetzgebern und Branchenvertretern aufrechtzuerhalten. Diese Mobilisierung unterstreicht die strategische Bedeutung dieser Gesetze für ein Ökosystem, das seit Jahren einen klaren regulatorischen Rahmen fordert.

Der US-Kongress setzt seine Glaubwürdigkeit im Bereich der Kryptoregulierung aufs Spiel. Wenn es den Republikanern gelingt, ihre Zusagen trotz des Chaos einzuhalten, könnten die Vereinigten Staaten ihrer Digital-Asset-Industrie endlich die lang ersehnte rechtliche Klarheit bieten. Andernfalls muss bis 2027 gewartet werden, wobei andere Rechtsordnungen einen entscheidenden Vorsprung gewinnen könnten.

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