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Ich habe einen Monat lang Perpetual Contracts gehandelt – von der Fantasie, reich zu werden, bis zur ernüchternden Realität.

Ich habe einen Monat lang Perpetual Contracts gehandelt – von der Fantasie, reich zu werden, bis zur ernüchternden Realität.

深潮深潮2025/11/03 23:24
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Von:深潮TechFlow

Finde eine Gruppe von Menschen, die dasselbe tun wie du, am besten solche, die sogar klüger sind als du.

Finde eine Gruppe von Menschen, die das Gleiche tun wie du – am besten Leute, die klüger sind als du.

Autor: Rhys

Übersetzung: Luffy, Foresight News

Wie der Titel schon sagt, habe ich einen Monat lang Perpetual Contracts gehandelt. Als jemand, der seit fünf Jahren mit Kryptowährungen zu tun hat, aber noch nie Perpetuals gehandelt hat, möchte ich in diesem Artikel meine Erfahrungen teilen.

Ich hoffe, dass sowohl neue Trader als auch Branchenveteranen aus meiner Geschichte eine neue Perspektive gewinnen können. Vielleicht lachst du über meine Tollkühnheit, schämst dich für meine Aktionen oder kannst dich in manchen Erlebnissen wiederfinden.

Warum habe ich angefangen?

Um ehrlich zu sein: zur Hälfte aus Langeweile, zur Hälfte, weil ich dem aktuellen Trend folgen wollte.

Wie viele andere wollte ich auf den „Dezentralisierten Perpetual Contracts Exchange Hype“ aufspringen – sprich: auf bestimmten Plattformen handeln, um Punkte zu sammeln. Am Anfang gab es vier Plattformen zur Auswahl: Hyperliquid, Lighter, Aster und Apex.

Rückblickend hätte ich vielleicht Lighter wählen sollen – die haben bis heute keinen Token herausgebracht und die Punkteaktion läuft noch. Letztlich habe ich mich aber für Hyperliquid entschieden, weil es am stabilsten wirkte.

Ein glücklicher Start

Meine ersten Trades konzentrierten sich alle auf den XPL-Token, und ich ging immer nur Long. Das wurde schnell zu meinem festen Handelsmuster.

Schon mein erster Trade verdoppelte mein Konto – in diesen fünf Minuten fühlte ich mich wie ein Genie, auch wenn es reines Glück war. Ich habe mit maximalem Hebel Long eröffnet, keinen Stop-Loss gesetzt und bin schlafen gegangen – beim Aufwachen war mein Konto verdoppelt. Anfängerglück, oder einfach nur eine zufällig funktionierende dumme Aktion.

Danach habe ich XPL immer auf die gleiche Weise gehandelt: 5-Minuten-Kerzen, kurzfristige Trades, voller Hebel, kein Stop-Loss. Ich empfehle diese Methode nicht – das ist der schnellste Weg, alles zu verlieren.

Aber das Anfängerglück hielt an, mein Konto wuchs weiter.

Ein kleiner Hintergrund: In meiner Stamm-Community trage ich den Nicknamen „Caroline Ellison Arc“ – eine Hommage an ihr berühmtes Zitat, dass sie Stop-Losses nicht für ein gutes Risikomanagement hält. Im Nachhinein betrachtet war es wohl keine kluge Idee, sie als Vorbild für meine Handelsstrategie zu nehmen.

Ich habe einen Monat lang Perpetual Contracts gehandelt – von der Fantasie, reich zu werden, bis zur ernüchternden Realität. image 0

Mein „Geheimrezept“ gefunden

Der entscheidende Wendepunkt kam, als ich auf Telegram den Hyperliquid-Liquidationsalarm-Bot entdeckte. Damals war mir noch nicht klar, dass dieser Bot im Grunde meine gesamte „Handelsstrategie“ definieren würde.

Von da an wurde mein Telegram zu einer Mischung aus News-Bots und Liquidationsalarmen. Ich dachte naiv, dass ich durch das Wissen um die Gründe für Liquidationen klüger handeln könnte (Spoiler: Das bringt gar nichts).

Meine Strategie war simpel: Wenn der Bot eine Reihe von Alarmen ausspuckte, öffnete ich das Chart und ging aggressiv Long.

Überraschenderweise funktionierte das sogar. Meistens war ich sofort im Gewinn; wenn nicht, habe ich schnell den Verlust realisiert und auf die nächste Alarmwelle gewartet. Das ist keine clevere Handelsweise, aber sie hat mich süchtig gemacht.

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Die Versuchung großer Positionsgrößen

Später begann ich, auch andere Tokens als XPL zu handeln, hauptsächlich weil Hyperliquid für die großen Coins extrem hohe Hebel anbietet. Mir wurde klar, dass ich theoretisch Positionen im Wert von mehreren Millionen Dollar eröffnen könnte. Verlockend, oder?

Es ist wirklich sehr verlockend.

Aber mir war auch klar, wie schnell diese Zahlen mich ruinieren könnten. Nach ein paar Versuchen merkte ich, dass die Positionsgrößen viel zu schnell wuchsen. Die Positionsgrößen zu verkleinern war die klügste Entscheidung dieser Woche.

Ein schlechter Tag

Dann kam mein erster echter Verlust.

Ich war inzwischen süchtig: Kaum wach, schaute ich auf die Charts, suchte zwanghaft nach nicht existierenden Gelegenheiten und jagte jeder Kerze hinterher, als hätte sie mir Geld gestohlen.

Das Ergebnis war absehbar: Innerhalb eines Tages verlor ich ein Drittel meines Kontos.

Das fühlte sich schrecklich an. Ich schloss alle Positionen, löschte alle Orders und beschloss, erstmal eine Pause zu machen. Obwohl mein Konto insgesamt noch im Plus war, war das Hochgefühl des Gewinnens weg. Mir wurde klar, dass ich nicht wirklich handelte, sondern zockte.

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Der 10.10.: Ein Weckruf

Rate mal, wann ich diesen Verlust gemacht habe? Genau, am 10. Oktober – dem Tag, an dem der gesamte Markt kollabierte.

Aber ich habe nicht während des Crashs verloren, sondern schon früher an diesem Tag.

Am Abend explodierte mein Liquidations-Bot auf Telegram förmlich – so viele Alarme, dass ich dachte, jemand würde mir Spam schicken. Es hörte gar nicht mehr auf, Hunderte, vielleicht Tausende Nachrichten, wie ein Maschinengewehr.

Dann wurde es plötzlich still – Telegram hatte den Bot wegen zu vieler Spam-Nachrichten automatisch gelöscht.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich das Chart wieder geöffnet und mein restliches Kapital in Long-Positionen gesteckt. Irgendwie erwischte ich ein paar perfekte Einstiege und konnte das zuvor verlorene Drittel meines Kontos zurückgewinnen.

Der Tag war das reinste Chaos, ein echtes Blutbad. Einige der besten Trader wurden komplett liquidiert. Das war der lauteste Weckruf, seit ich Perpetuals handle – und eine Erinnerung daran, dass der Markt sich nicht für dich interessiert und irgendwann jeden verschlingt.

Nach dem 10.10.: Meine Gedanken

Danach habe ich mein Trading-Tempo deutlich reduziert. Vielleicht war ich geschockt, vielleicht einfach nur froh, nicht alles verloren zu haben.

Um ehrlich zu sein: Ich bin schon zufrieden, dass ich das verlorene Drittel zurückgeholt habe und diese Erfahrung überhaupt teilen kann. Ohne den Telegram-Bot fühlte ich mich wie ein Anfänger ohne Stützräder.

Ich begann, konsequent Stop-Losses zu setzen und probierte Time-Weighted Average Price Orders aus.

Was habe ich also gelernt?

Dieser Monat hat mir meinen Handelsstil klar gemacht: Ich bin ein kurzfristiger Trader. Das Chaos am 10.10. und das ständige „Gewinne mitnehmen und raus“ haben mich geprägt.

Der Videoausschnitt von Jim Talbot über „Take Profit“ läuft immer noch in Dauerschleife in meinem Kopf – so oft, dass ich es kaum zugeben mag.

Ich suche nicht mehr zwanghaft nach Trades. Jetzt handle ich vielleicht nur alle paar Tage oder einmal pro Woche.

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Abschließende Worte

Wenn ich einen Rat geben müsste, dann diesen: Finde eine Gruppe von Menschen, die das Gleiche tun wie du – am besten Leute, die klüger sind als du. Solche, die wirklich traden und nicht nur Charts posten, um Aufmerksamkeit zu bekommen; solche, die dich zurechtweisen, wenn du unüberlegt handelst, und dich ans Aussteigen erinnern, wenn dich die Gier packt.

Mit solchen Leuten an deiner Seite überstehst du ruhige Marktphasen leichter und freust dich noch mehr über Gewinne. Mit Leuten, die sich auskennen, bleibst du klar im Kopf. Wer allein handelt, verliert schnell den Überblick und sucht zwanghaft nach nicht existierenden Gelegenheiten.

Mein Konto ist tatsächlich im Plus, aber das ist nicht das Entscheidende – der wahre Sieg ist, nicht alles verloren zu haben. Ich habe gelernt, wann ich aufhören, wann ich Positionen verkleinern und wann ich das Chart schließen muss, bevor der Markt mich zerstört.

Ich mache weiter, lerne weiter, klicke weiter auf „Kaufen“ – und teile weiterhin meine Geschichte hier.

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