Große Veränderungen in der US-Kryptoregulierung: CFTC könnte vollständige Kontrolle über den Spotmarkt übernehmen
Am 19. November wird vor Ort bei der Anhörung entschieden, wie der endgültige Verlauf dieses langwierigen Streits sein wird.
Originalautoren: jrmiller, Sam Cooling, Bitcoins
Übersetzung: Peggy, BlockBeats
Redaktioneller Hinweis: Die seit Langem unscharfen Regulierungsgrenzen für Kryptowährungen in den USA werden neu gezogen. Mit der Nominierung von Mike Selig als Vorsitzender der CFTC und der Verabschiedung neuer Gesetze im Kongress zeichnen sich erstmals auf politischer Ebene klare Konturen für die Aufgabenverteilung zwischen SEC und CFTC ab. Die Regulierungsstruktur zeigt einen seltenen Trend zur Klarheit: Die SEC konzentriert sich auf Wertpapiere; die CFTC legt den Schwerpunkt auf den Kassamarkt für digitale Waren.
Dieser Artikel fasst die Inhalte des Gesetzesentwurfs, die Anhörungsmodalitäten sowie die potenziellen Veränderungen in der Aufgabenverteilung der beiden Behörden zusammen und bietet einen klaren Ausgangspunkt für das Verständnis der US-Krypto-Regulierung. Nachfolgend die Übersetzung des Originals.
Aufteilung der Kryptoregulierung zwischen CFTC und SEC
Mit der Ernennung eines neuen Teams für die Finanzaufsicht durch die Trump-Regierung steht das US-amerikanische Kryptoregulierungssystem vor der klarsten Neuzuordnung der letzten Jahre.
Mike Selig, der von Trump nominierte Kandidat für den Vorsitz der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), wird am 19. November an einer Anhörung des Landwirtschaftsausschusses des Senats teilnehmen. Gleichzeitig prüft der Kongress einen neuen Gesetzentwurf, der der CFTC offiziell die Hauptaufsicht über den Kassamarkt für digitale Vermögenswerte übertragen soll.
Diese Entwicklung zeigt, dass die US-Regulierungsbehörden nach Jahren der Überschneidungen und Streitigkeiten bei der Durchsetzung nun versuchen, die Kryptoregulierung per Gesetz klar abzugrenzen.

Mike Selig spricht
Vom Gesetzesentwurf zur Nominierung: Der Regulierungsweg nimmt Gestalt an
Der Gesetzentwurf, der von den Senatoren John Boozman und Cory Booker vorangetrieben wird, sieht vor allem eine Erweiterung der Befugnisse der CFTC im Bereich digitaler Waren vor und verpflichtet sie, einen formellen Kooperationsmechanismus mit der Securities and Exchange Commission (SEC) einzurichten. Der Entwurf sieht außerdem vor, dem Kassamarktregulierungssystem neue Haushaltsmittel zur Verfügung zu stellen, um die Durchsetzung zu unterstützen.
Diese Richtung steht im Einklang mit den jüngsten Äußerungen der SEC. SEC-Vorsitzender Paul Atkins erklärte, dass die Kommission auf Grundlage des Howey-Tests eine „Token-Taxonomie“ erarbeitet und Ausnahmeregelungen für den Verkauf digitaler Vermögenswerte prüft.
Diese Maßnahmen zeigen, dass das Ziel der SEC darin besteht, klare Regeln dafür aufzustellen, „wann ein Token kein Wertpapier ist“, und sich in anderen Bereichen mit der CFTC abzustimmen.
Oberflächlich betrachtet handelt es sich um technische Regelanpassungen, doch dahinter steht, dass die SEC ihre eigenen Grenzen neu definiert, sich stärker auf Wertpapiermerkmale konzentriert und andere Bereiche der CFTC überlässt.
In den öffentlichen Äußerungen des Kongresses wurde diese Aufgabenverteilung bereits klar formuliert. Senator John Boozman erklärte, dass die CFTC die richtige Behörde für die Regulierung des Kassahandels mit digitalen Waren sei; Senator Cory Booker ergänzte, dass das Gesetz der CFTC neue Befugnisse und die für die Marktaufsicht erforderlichen Ressourcen verleihen werde.
Mit der zunehmenden Annäherung der beiden Behörden nimmt die Aufgabenverteilung in der Regulierungsstruktur langsam Gestalt an: Die SEC konzentriert sich auf Wertpapiere; die CFTC ist für den Kassamarkt digitaler Waren zuständig.
Dies war lange Zeit eine umstrittene Grenze in der Kryptoindustrie, die nun erstmals in Washington in einem offiziellen Dokument festgehalten wird.
Regulatorische Signale vor der Anhörung
Laut Mitteilung des Landwirtschaftsausschusses des Senats ist Selig als „Vorsitzender und Mitglied“ nominiert und wird am 19. November im Raum G50 des Dirksen Senate Office Building befragt. Die Anhörung wird zügig vorangetrieben, was darauf hindeutet, dass Washington die Umstrukturierung des Regulierungsteams und -rahmens schnell abschließen möchte.
Der Gesetzentwurf enthält zudem Bestimmungen zu digitalen Warenplattformen, zur Trennung von Kundengeldern, zum Management von Interessenkonflikten und zur Gebührenstruktur und versucht damit, den bislang fehlenden föderalen Regulierungsrahmen zu schaffen. Die jahrelangen Streitigkeiten über Verwahrungsstandards, Börsenregistrierung und Überschneidungen bei der Durchsetzung werden ebenfalls in die aktuelle Gesetzesdebatte einbezogen.
Der Markt bleibt zurückhaltend und wartet auf weitere Signale
Nach der Bekanntgabe der Nachricht blieben die Marktschwankungen begrenzt. Händler konzentrieren sich vor allem auf die Anhörung selbst und auf den nächsten Regelungsentwurf, den die SEC veröffentlichen wird. Auch wenn die Richtung der Kryptoregulierung noch nicht vollständig klar ist, sind die Diskussionen über „Aufgabenverteilung“ und „Grenzen“ näher an einer offiziellen Umsetzung als je zuvor.
Der weitere Verlauf dieses langjährigen Streits wird kurzfristig auf die Anhörung am 19. November zurückgeführt.
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