Bitunix-Analyst: Trump setzt die Federal Reserve unter Druck, die US-Wirtschaft könnte in eine Stagflationsspirale geraten
ChainCatcher berichtet, dass das US-amerikanische Währungssystem vor einer neuen politischen Erschütterung steht. Der Konflikt zwischen Trump und der Federal Reserve hat sich von einem verbalen Schlagabtausch zu einem tatsächlichen Machtkampf entwickelt. Trump versucht, das Ratsmitglied Cook zu entlassen und den Wirtschaftsberater Moore in das FOMC einzusetzen, mit dem Ziel, eine „Supermehrheit“ zu schaffen, die deutliche Zinssenkungen unterstützt. Mehrere Ökonomen haben anhand von Modellen aufgezeigt, dass, wenn die Geldpolitik politisch kontrolliert wird, die USA zunächst ein kurzes Wachstum und niedrige Arbeitslosigkeit erleben würden, gefolgt von einer strukturellen Phase mit erneut beschleunigter Inflation, steigenden nominalen Zinssätzen und einem Rückgang des Wirtschaftswachstums – das Risiko einer Stagflation wie in den 1970er Jahren würde wieder auftauchen. Die Analyse weist zudem darauf hin, dass von Politikern gesteuerte Zinsentscheidungen oft eng mit Wahlzyklen verknüpft sind: Kurzfristige Stimuli können zwar einen oberflächlichen Boom erzeugen, führen aber zu außer Kontrolle geratener Inflation und anschließenden tiefgreifenden Anpassungen. Sollte es Trump gelingen, den Vorstand bis 2026 umzugestalten, könnte die Unabhängigkeit der Federal Reserve untergraben werden, und sowohl der Status des US-Dollars als Reservewährung als auch die langfristigen Kreditkosten könnten vom Markt neu bewertet werden.
Bitunix-Analystenmeinung: Von historischen Beispielen bis zu aktuellen Methoden zielt Trumps Strategie eindeutig auf eine direkte Einflussnahme auf den Zinskurs ab. Die Folgen wären keine kurzfristigen Schwankungen, sondern ein systemischer Vertrauensverlust auf institutioneller Ebene. Sollte die Federal Reserve gezwungen werden, ihre Politik deutlich zu lockern, bevor die Inflation unter Kontrolle ist, würde die US-Wirtschaft in einen typischen Zyklus von „zuerst Boom, dann Stagflation“ eintreten. Für das globale Kapital besteht das eigentliche Risiko nicht in Trump selbst, sondern darin, dass die US-Geldpolitik ihre letzte Verteidigungslinie verliert.
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