Die US-SEC diskutiert Regulierungsfragen im Zusammenhang mit Tokenisierung, wobei deutliche Meinungsverschiedenheiten zwischen traditioneller Finanzwelt und Krypto-Branche hinsichtlich Dezentralisierung bestehen.
Jinse Finance berichtet, dass der Investor Advisory Committee der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC am Donnerstag eine Sitzung abgehalten hat, bei der Führungskräfte von Citadel Securities, einer Börse und Galaxy über die Regulierung von Asset-Tokenisierung diskutierten. Das Treffen offenbarte deutliche Meinungsverschiedenheiten zwischen traditionellem Finanzwesen und der Kryptoindustrie in Bezug auf das Thema Dezentralisierung. In einem am Mittwoch eingereichten Schreiben empfahl Citadel Securities der SEC, strengere Vorschriften für tokenisierte Wertpapiere einzuführen und eine vollständige Identifizierung der an Transaktionen beteiligten Vermittler, einschließlich dezentraler Handelsprotokolle, zu verlangen. Dieser Vorschlag stieß sofort auf heftigen Widerstand aus der Kryptoindustrie. Scott Bauguess, Vice President of Regulatory Policy einer Börse, erklärte auf der Sitzung, dass dezentrale Börsen (DEX) nicht denselben regulatorischen Verpflichtungen wie Broker unterliegen sollten, da dies Risiken einführen würde, die in der aktuellen Umgebung nicht existieren. SEC-Vorsitzender Paul Atkins betonte, dass zur Förderung von Innovation, Investitionen und Beschäftigung in den USA ein konformer Weg geschaffen werden müsse, damit Marktteilnehmer die einzigartigen Möglichkeiten neuer Technologien nutzen können. Die scheidende demokratische Kommissarin Caroline Crenshaw äußerte hingegen Bedenken hinsichtlich der Risiken, die von tokenisierten Produkten wie „verpackten Wertpapieren“ für Investoren ausgehen könnten.
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