"Kauf Bitcoin, wenn du Angst hast", sagt BlackRock CEO und bezeichnet Bitcoin als "Angst-Asset", während Staatsfonds heimlich ihre Positionen aufstocken.
Larry Fink, CEO von BlackRock, bezeichnet Bitcoin nicht als „Hope Asset“, sondern als „Panic Asset“.
BlackRock-CEO Larry Fink definiert Bitcoin neu: Es ist kein „Asset der Hoffnung“, sondern ein „Asset der Angst“.
Verfasst von: Pedro Solimano
Übersetzung: Chopper, Foresight News
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- Auf dem DealBook-Gipfel am 3. Dezember bezeichnete Larry Fink Bitcoin als ein „Asset der Angst“ (an asset of fear).
- Der BlackRock-CEO erklärte, dass Menschen Bitcoin halten, weil sie Angst vor der Abwertung von Fiatwährungen haben.
- Derzeit beläuft sich das verwaltete Vermögen des Bitcoin-ETF von BlackRock auf etwa 80 Milliarden US-Dollar.
„Wenn du Angst hast, kauf Bitcoin.“ Das sagte BlackRock-CEO Larry Fink am Dienstag auf einer Veranstaltung in New York.
Als er gemeinsam mit Coinbase-CEO Brian Armstrong auf der Bühne sprach, sagte Fink: „Bitcoin ist ein Asset der Angst (Bitcoin is an asset of fear).“
„Menschen halten Bitcoin, weil sie um ihre persönliche Sicherheit besorgt sind, aber auch um ihre finanzielle Sicherheit.“
Mit dieser Aussage unterscheidet Fink Bitcoin grundlegend von traditionellen Anlageklassen wie Aktien und Anleihen.

Nach einem heftigen Oktober hat sich Bitcoin in dieser Woche wieder normalisiert. Datenquelle: CoinGecko
Fink wies darauf hin, dass von den 13,5 Billionen US-Dollar, die BlackRock verwaltet, der Großteil der Vermögenswerte „Hoffnung“ repräsentiert, während Bitcoin einer besonderen Anlagekategorie zugeordnet wird, die Investoren aufgrund von Sorgen über Währungsabwertung, Instabilität des Finanzsystems und geopolitische Krisen wählen.
Der 72-jährige Manager erklärte, dass in Zeiten zunehmender Unsicherheit am Markt diese Angst Bitcoin-Preise nach oben treibt; wenn die Angst nachlässt, fällt der Preis wieder.
Finks aktuelle Haltung unterscheidet sich grundlegend von seiner Position im Jahr 2017, als er Bitcoin als „Index für Geldwäscher und Diebe“ bezeichnete. Heute verwaltet BlackRock den weltweit größten Bitcoin-ETF mit über 780.000 Bitcoin, was einem Marktwert von etwa 80 Milliarden US-Dollar entspricht.

Logik der Abwertungstrades
Der zentrale Reiz von Bitcoin basiert auf einer einfachen Logik: Regierungen können unbegrenzt Geld drucken, aber das Angebot von Bitcoin ist begrenzt.
Fink sagte: „Der Hauptgrund, warum Menschen Bitcoin langfristig halten, ist, sich gegen das Risiko der Abwertung von Fiatwährungen abzusichern.“
Im Oktober dieses Jahres prägten Analysten von JPMorgan den Begriff „Abwertungstrade“, um das Verhalten von Investoren zu beschreiben, die darauf wetten, dass Regierungen ihre Finanzen nicht ordnungsgemäß verwalten können.
Im Kern ziehen sich Investoren aus Staatsanleihen und Fiatwährungen zurück, weil sie befürchten, dass Regierungen durch Gelddrucken ihre enormen Schulden abbauen und dadurch die Kaufkraft der Bürger schmälern.
In Ländern, die von starker Währungsabwertung betroffen sind, nutzen die Menschen Bitcoin bereits als Überlebensstrategie.
So griffen die Menschen in Argentinien nach mehreren Peso-Kollapsen in großem Stil zu Bitcoin; auch in Venezuela und im Libanon ist ein ähnlicher Trend zu beobachten. In Regionen, in denen die Geldpolitik der Regierung versagt, steigt die Bitcoin-Adoptionsrate rapide an. Laut Daten der Blockchain-Analyseplattform Chainalysis gehören diese drei Länder zu den Top 20 weltweit bei der Krypto-Adoption.
Und nicht nur Privatanleger bevorzugen Bitcoin. Fink verriet, dass auch Staatsfonds begonnen haben, Bitcoin als Absicherungsinstrument zu akkumulieren.
Er sagte auf dem Roundtable: „Viele Staatsfonds beobachten den Markt und haben bei Preisen von 120.000 und 100.000 US-Dollar kleine Positionen aufgebaut. Ich habe auch erfahren, dass sie bei 80.000 US-Dollar noch mehr gekauft haben.“
Risiken durch Hebelwirkung bleiben bestehen
Doch neben all den Angstfaktoren hat Bitcoin eine weitere beunruhigende Eigenschaft: seine Volatilität.
Erst am 10. Oktober wurden auf dem Kryptomarkt gehebelte Positionen im Wert von über 19 Milliarden US-Dollar liquidiert, was die Schattenseiten des Hebelbooms offenlegte.
Fink warnte: „Das größere Problem, mit dem Bitcoin derzeit konfrontiert ist, ist, dass sein Preis immer noch sehr anfällig für gehebeltes Kapital ist.“
Seit der Einführung von IBIT, dem Bitcoin-ETF von BlackRock, gab es bereits drei Rückgänge von jeweils bis zu 25 %.
Fink sagte: „Wenn man Bitcoin für kurzfristige Trades kauft, ist die Volatilität extrem hoch. Investoren müssen ein ausgezeichnetes Timing haben, was die meisten Menschen nicht können.“
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