Wendepunkt wie erwartet!
Obwohl Trump nachbörslich versicherte, dass das US-Iran-Abkommen bis zum Wochenende abgeschlossen sein wird, sollte jede folgende Erholung als Ausstiegschance betrachtet werden. Kurzfristig ist es ratsam, zunächst eine Korrektur abzuwarten und erst nach deren Abschluss gezielt wieder einzusteigen.
Die zuletzt am meisten empfohlene und stabilste Richtung für vorsichtige Käufe ist Speicherchips! Selbst im gestrigen Umfeld mit verbreiteten Verlusten blieb allein der Speicherchip-Sektor verschont.
Doch angesichts des Korrekturdrucks am Gesamtmarkt dürfte auch der Speicherchip-Bereich nicht völlig immun bleiben. Aus kurzfristiger Sicht ist es somit eine Überlegung wert, die jüngste Erholung für Gewinnmitnahmen zu nutzen.
Wenn das Börsenbarometer einen tragfähigen Boden gefunden hat, könnten Speicherchips weiterhin die besten Kandidaten für einen Einstieg sein, zum Beispiel MU und SNDK. Was jetzt zu tun ist: einfach abwarten, bis der Boden erreicht ist, und dann zugreifen.
Auch bei den hoch bewerteten, zuletzt starken Aktien zeigen sich in den letzten Tagen Anzeichen für nachholende Korrekturen, wie etwa bei IBM, SNOW und DELL. Wenn diese Werte auf ein tragfähiges Niveau gefallen sind, ergibt sich vermutlich eine neue Chance für eine Erholung.
Wahrscheinlich werden sie aber erst in der Nähe der 10-Tage-Linie eine spürbare Gegenbewegung zeigen. Egal ob Hoch- oder Niedrigpreiswerte: Es gibt derzeit praktisch keine wirklich guten Chancen.
Die vorsichtige Strategie lautet daher weiterhin: Abwarten. Wer dennoch unbedingt auf einem niedrigen Niveau einsteigen will, sollte vorrangig den Speicherchip-Sektor in Betracht ziehen.
Noch vor dem Börsengang von SpaceX bestand ohnehin ein gewisser Umschichtungsbedarf im Kapitalmarkt. Sollte die aktuelle Korrektur durch den SpaceX-Börsengang ausgelöst worden sein, dürfte deren Ausmaß begrenzt bleiben. Deshalb jetzt kurzfristig keine überzogene Panik: Zwar besteht Druck auf die Indizes, aber die Wahrscheinlichkeit eines massiven Kurseinbruchs ist gering – am ehesten wird die Korrektur in Form einer Seitwärtsbewegung ablaufen.
Allerdings werden die kurzzeitigen Rückgänge bei den starken Werten etwas heftiger ausfallen – das lässt sich nicht vermeiden, denn die vorangegangenen Kurszuwächse waren sehr groß. Letztlich sind Gewinn und Verlust immer miteinander verbunden.
Die defensive Strategie lautet also: Warten, bis der nächste Referenzzeitpunkt kommt – der 12. Juni könnte die nächste wichtige Marke sein!
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