Der Wettkampf um KI-Rechenleistung verschärft sich! Anthropic legt Verträge in Höhe von 84,5 Milliarden US-Dollar offen, deutlich mehr als die Schätzung im Mai. SpaceX (SPCX.US) beschleunigt sein KI-Wachstumsmodell weiter.
Berichten zufolge hat Anthropic zugestimmt, SpaceX nahezu das Doppelte der zuvor geschätzten Gebühren für Rechenleistung zu zahlen.
German Wisdom Finanz-APP hat erfahren, dass Medien unter Berufung auf informierte Kreise berichten, dass der weltweit führende Anbieter von KI-Modellen/KI-Anwendungen Anthropic eine Vereinbarung unterzeichnet hat, wonach bis zu 84,5 Milliarden US-Dollar gezahlt werden sollen, um die KI-Rechenressourcen von SpaceX (SPCX.US), gegründet und geführt von Elon Musk, bis zum Jahr 2029 zu nutzen. Dies bedeutet auch, dass die von Anthropic zugestimmten Kosten für Rechenleistung fast das Doppelte der vorherigen Schätzung betragen und hebt damit hervor, dass je schneller die Kommerzialisierung von Modellen fortschreitet, die Fähigkeit, Rechencluster rechtzeitig zu liefern und stabil zu betreiben, einen immer größeren strategischen Wert haben.
Dieser Betrag ist weit höher als das im Mai dieses Jahres bekannt gewordene Volumen der Vereinbarung. SpaceX gab in seinen IPO-Unterlagen an, dass Anthropic zugestimmt hat, monatlich 1,25 Milliarden US-Dollar zu zahlen, um KI-Rechenleistung zu erhalten, mit einer maximalen Laufzeit von drei Jahren. Diese Vereinbarung kann mit einer Vorausfrist von 90 Tagen gekündigt werden. Wird die Vereinbarung drei Jahre voll umgesetzt, ergibt sich eine Gesamtsumme von etwa 45 Milliarden US-Dollar.
Außerdem berichten Medien, dass unter Berücksichtigung weiterer großer Infrastruktur-Partner für KI-Rechenressourcen wie Google (GOOGL.US), Amazon (AMZN.US) und Microsoft (MSFT.US), das von Dario Amodei geleitete KI-Labor erwartet, in den nächsten zehn Jahren mindestens 518 Milliarden US-Dollar auszugeben, um seine Arbeitslasten zu unterstützen.
Die von Anthropic im Rahmen des IPO bekanntgemachte Dimension der Rechenleistungsbeschaffung stärkt die Positionierung von SpaceX als Anbieter großer KI-Infrastruktur. Die Vereinbarung zwischen Anthropic und xAI von SpaceX könnte dazu führen, dass die Rechenleistungsausgaben bis 2029 bis zu 84,5 Milliarden US-Dollar erreichen, was etwa 87,8 % über der früheren dreijährigen Volleinschätzung von 45 Milliarden US-Dollar liegt. Dabei ist zu beachten, dass die hier offen gelegten Zahlen die Erweiterung des neuesten Kooperationsumfangs widerspiegeln und keine Aussage darüber treffen, wie stark sich der Mietpreis pro Recheneinheit erhöht hat.
Eine Rechenleistungsvereinbarung von bis zu 84,5 Milliarden US-Dollar kommt ans Licht: SpaceX erhält erneut Unterstützung für seine KI-Wachstumsstrategie
Die Finanzdaten aus dem Prospekt von Anthropic bieten ein konkreteres Beobachtungsfenster für diese Expansionsphase: Der Umsatz soll 2025 auf fast das Zwölffache des Vorjahres steigen, nämlich auf etwa 4,6 Milliarden US-Dollar, der operative Verlust mehr als 8 Milliarden US-Dollar betragen, die Ausgaben für Rechenleistung und Infrastruktur 7,33 Milliarden US-Dollar, etwa das Dreifache von 2024 und etwa 58 % der insgesamt 12,65 Milliarden US-Dollar Operativkosten ausmachen. Die aktuellen Angaben aus dem IPO-Prospekt zeigen, dass die Kommerzialisierung von fortschrittlichen Modellen gleichzeitig den Umsatz und den Verbrauch von Rechenressourcen vergrößert, wobei das Training, das Inferencing und die Infrastrukturinvestitionen von KI-Agenten/KI-Großmodellen weiterhin deutlich vor der Gewinnrealisierung liegen.
Außerdem hat Anthropic für die nächsten zehn Jahre mindestens 518 Milliarden US-Dollar für Infrastrukturausgaben geplant, etwa 80 % der großen KI-Infrastrukturprojekte sind nicht stornierbar oder erfordern Zahlung, unabhängig von der tatsächlichen Nutzung.
SpaceX erweitert zudem seine externe Kundenbasis. Aus den bei der SEC eingereichten Dokumenten geht hervor, dass Google rund 110.000 Nvidia-GPUs sowie CPUs und Speicher zur ergänzenden Rechenleistung erhalten hat und von Oktober 2026 bis Juni 2029 monatlich 920 Millionen US-Dollar zahlen wird. Bei vollständigen 33 Monaten entspricht dies 30,36 Milliarden US-Dollar, zuzüglich früherer Anlaufkosten; der Vertrag enthält zudem Lieferanforderungen und eine Kündigungsfrist.
Auf der Angebotsseite der KI-Rechenressourcen hat Elon Musk am 25. September bekannt gegeben, dass die beiden Super-KI-Datenzentren Colossus 1 und Colossus 2 zusammen etwa 780.000 KI-GPUs installiert haben und planen, schrittweise das GB300-Nvidia-High-End-KI-AGPU-Cluster hinzuzufügen; bei vollständiger Auslieferung aller Chargen könnte die Gesamtmenge 1,44 Millionen erreichen, wobei die Charge im Dezember weiterhin unter Vorbehalt steht.
„Zeitlicher Rechenleistungspreis“ — Wer zuerst KI-Rechenleistung liefert, erschließt zuerst die Kommerzialisierung
Da Anthropic mit einer Bewertung von 2 Billionen US-Dollar und etwa 100 Milliarden IPO-Finanzierung auf den globalen IPO-Thron zielt, konzentrieren sich Analysten an der Wall Street auf den „zeitlichen Rechenleistungspreis“ – vollständige Cluster, die früher und stabil einsatzbereit sind, könnten einen größeren kommerziellen Wert haben als lediglich der Besitz von Chips.
Für die führenden Anbieter von KI-Großmodellen bedeutet das Warten auf Stromanschluss, Netzwerkintegration und Serverlieferung eine Verzögerung bei der Erweiterung der Nutzerkapazität und der Übernahme von Unternehmensaufträgen. Anthropic hat klar erklärt, dass die Zusammenarbeit mit SpaceX und weitere Rechenleistungsvereinbarungen es ermöglichen, das Limit von Claude Code und API-Nutzung zu erhöhen und das Angebot für zahlende Abonnenten zu verbessern. Daraus ergibt sich eine eindeutige Kette: Mehr Rechenleistung bedeutet größere Servicekapazität, was wiederum die Bedingungen für zahlende Nutzungswachstum schafft.
Betrachtet man die Architektur für KI-Inferencing auf Basisebene, kann die fortschrittlichste KI-Agentenaufgabe kontinuierlich Planung, Abfrage, Werkzeugnutzung, Codeausführung und Ergebniskontrolle auslösen. Die GPU übernimmt Modellberechnung, die CPU steuert die Aufgabenverteilung und Werkzeugausführung, Speicher und Storage halten den Kontext, den Cache und den Aufgabenstatus; ist die CPU langsam, steigt der Druck auf Auslagerung von Cache und erneute Berechnungen. Daher umfasst der durch die Verbreitung intelligenter Agenten ausgelöste Beschaffungsbedarf GPU, CPU, Speicher, Netzwerk und Strom-/Kühlungssysteme, die zusammenarbeiten. Die frühen Angaben zur Anthropic-Rechenleistung von SpaceX umfassen etwa 325.000 Nvidia KI-GPUs sowie Hochleistungs-CPUs, Speicher im Exabyte-Bereich und interne Hochgeschwindigkeits-Photonik im Rechenzentrum, was zeigt, dass der Großvertrag vollständige Cluster für KI-Rechenleistung beinhaltet.
Nvidia-KI-GPU-Cluster bleiben zweifellos das deutlichste Nadelöhr in der KI-Rechenleistungsindustrie. TrendForce schätzt, dass die Auslieferung von NVL72-Racks, die Blackwell und Vera Rubin-Plattformen abdecken, 2027 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 50 % steigen wird; Marktanalysen zeigen, dass der Wert entsprechender Systeme von etwa 226 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 711 Milliarden US-Dollar im Jahr 2027 steigen wird – ein jährliches Wachstum von 214 %. TrendForce geht davon aus, dass das Vera Rubin-System etwa doppelt so teuer ist wie GB300 und Preisanstiege bei Wafern und HBM-Komponenten den Systemwert nach oben treiben werden; die Nachfrage nach GB300 wird voraussichtlich bis zum ersten Halbjahr 2027 anhalten, danach wird VR200 zur wichtigsten Plattform mit dem höchsten Anteil an Auslieferungen.
Für SpaceX können Modellwettbewerb und Infrastrukturpartnerschaften parallel bestehen: Eigene Modelle konkurrieren am Anwendungsmarkt, während externe Rechenleistungserbringung die Einnahmequellen als Infrastruktur erweitert. Daraus folgt, dass der Investitionswert von SpaceX auf tatsächlich gelieferter Kapazität, realer Auslastung und Kundenbezahlkontinuität basieren sollte. Investoren sollten allerdings beachten, dass der Großteil der jüngsten 84,5-Milliarden-US-Dollar-Vereinbarung mit einer Kündigungsfrist von 90 Tagen versehen ist, sie ist also als potenzieller Umsatz und Nachfrageindikator zu sehen und nicht als bereits gesicherte Einnahmen.
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